Projekt: Heuernte
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» siehe auch Erfahrungsbericht und Untersuchungsergebnisse unter Aktuelles
Orchideenwiesen sind meist Kräuterwiesen mit einem hohen Grundwasserstand. Dieser hohe Grundwasserspiegel
während der Erntezeit macht diese Wiesen für den Landwirt heutzutage oft unrentabel. Der Verein betreibt
auf solchen Wiesen ein extensives Schnittverfahren. Hier wird nur einmal im Jahr gemäht. Der Mahdzeitpunkt liegt immer um den 1. Juli herum.
Dies sind die Vorteile:
Durch das späte Mähen wird die Brutzeit der Vögel nicht gestört.
- Die Pflanzen haben genug Zeit Samen zu bilden. Damit ist die Artenvielfalt für
das folgende Jahr gewährleistet.
- Durch das Entfernen der Streu, wachsen die Pflanzen die zur Keimung Licht benötigen.
- Nur einmal jährlich Mähen ist billiger als mehrfaches Mähen. Kosten entstehen nur aus
der ehrenamtlichen Arbeit der Mitglieder des Naturschutzvereins BSW und aus den geringen
Gerätenutzungskosten (Benzin für den eigenen Traktor, allgemeine Abnutzung etc).
Der späte Mähzeitpunkt kommt den äußert seltenen Pflanzen wie dem Klappertopf oder dem sehr
seltenen Fieberklee zugute. Da diese Gewächse schon beinah ausgestorben sind, wurden sie
bereits auf die Rote Liste für gefährdeten Pflanzen gesetzt. Durch die Arbeit der BSW besteht
aber nun Hoffung, dass sich diese Pflanzen auf diesem Standort wieder erholen.
Die Biologischen Schutzgemeinschaft Wümmeniederung und Nebenflüsse e. V. (BSW) bewirtschaftet
knapp 20 Hektar Orchideenwiesen.
Das Heu von den Flächen der BSW ist vor allem bei den Pferdebesitzern sehr beliebt. Dies hängt
mit dem geringen Eiweißgehalt des Heues zusammen, ein Ergebnis der Zusammensetzung aus verschieden
Kräutern und Grassorten und dem späten Mahdzeitpunkt.
So sind auch die starken Absatzzahlen im Jahr 2003 zu erklären: Von den geernteten 60 bis 80
Tonnen Heu wurden bis auf drei Rollen alle verkauft. Selbstverständlich für den Verein ist
auch der komplette Verzicht auf künstliche Düngungsmittel oder Pestizide bei der Bewirtschaftung
der Wiesen.
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