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Daten zur Natur 2016

Beim Bundesamt für Naturschutz sind nun die 7. „Daten zur Natur“ erhältlich. Die Druckversion gibt es in kompakter Form und erstmals kostenlos.

Die „Daten zur Natur“ gibt es seit über 20 Jahren. Sie sind inzwischen ein Standardwerk zum Zustand von Lebensräumen und ihren Bewohnern, Naturschutzmaßnahmen und den Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Natur. Die Daten dienen als Grundlage für neue Naturschutzprojekte und -strategien.

Gedrucktes Exemplar

Unter folgender Adresse können Sie die Publikation “Daten zur Natur 2016″ kostenlos bestellen:

Bundesamt für Naturschutz (BfN)
Fachgebiet: I 2.2 – Naturschutz und Gesellschaft
Konstantinstr. 110, 53179 Bonn

Telefon: 02 28 / 84 91 – 0
Telefax: 02 28 / 84 91 – 99 99
E-Mail: I2-Abteilung@BfN.de

Auszug (BfN, Daten zur Natur 2016, S. 17 ):

Tierarten  in Deutschland sind vor allem durch Einflüsse aus der Landwirtschaft gefährdet
Dies bezieht sich sowohl auf die Häufigkeit von Nennungen als auch auf die Anzahl betroffener Arten. Zu den Gefährdungsursachen zählen beispielsweise die Trockenlegung von Feuchtgrünland und Kleingewässern, die Düngung und Kalkung von Grünland sowiedie Ausbringung von Gift und Tierfallen zum Pflanzen­ oder Vorratsschutz. Danach folgen die Forstwirtschaft, Wasser bau/Schifffahrt, Baumaßnahmen/Rohstoffge­winnung sowie Sport­ und Freizeitaktivitäten.
Um effiziente Schutz­ und Pflegemaßnahmen für gefährdete Arten ergreifen zu können, sind Kenntnisse über die Ursachen der Bestandsrückgänge unerlässlich. 2005 erfolgte eine in diesem Umfang für Deutschland erstmalige und bisher auch einmalige umfassende Analyse der Gefährdungsursachen für Tierarten durch Literaturrecherchen und eine bundesweite Expertenbefragung. Insgesamt wurden die Gefährdungsursachen für 601 Arten der Roten Liste aus 10 Tiergruppen untersucht (Säugetiere, Brutvögel, Reptilien, Amphibien, Lauf­ und Sandlaufkäfer, Wasserkäfer, Tagfalter und Dickkopffalter, Heuschrecken, Groß­Branchiopoden, Libellen). Ein Überblick über die Ergebnisse für alle Tiergruppen
zusammen zeigt, dass die Gefährdungsursachen aus dem Bereich Landwirtschaft am bedeutsamsten sind.
JADEBUCH_1

Die Jade – Flusslandschaft am Jadebusen

Landes- und naturkundliche Beiträge zu einem Fluss zwischen Moor, Marsch und Meer

Herausgegeben von Oldenburger Landesverein für Geschichte, Natur- und Heimatkunde e.V. (OLV)Biologische Schutzgemeinschaft Hunter Weser-Ems e.V. (BSH) unter Mitarbeit von 71 Autorinnen und Autoren

Isensee Verlag, Oldenburg 2015

472 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-7308-1075-0

26,80 Euro

Wenn von der „Jade“ die Rede ist, wie in vielen interessanten Veröffentlichungen der Fall, steht oftmals der Jadebusen vor den Toren der Stadt Wilhelmshaven im Mittelpunkt. Die Jade ist aber weitaus mehr! Die Jade als kleiner Marschenfluss im Einzugsbereich der südlichen Nordsee, ihre zahlreichen Seitengewässer aus Geest, Moor und Marsch sowie eine Vielzahl von binnenländischen Zuflüssen, die direkt in den Jadebusen oder die Außenjade einmünden, sie alle bilden zusammen mit dem Jadebusen und der Außenjade das Gewässereinzugsgebiet der Jade.

Der Wechsel zwischen Binnenland und Waterkant, Geest, Moor, Marsch und Meer, oft direkt nebeneinander gelegen, wird durch diese Veröffentlichung an vielen Beispielen veranschaulicht. Dieser Umstand brachte es mit sich, dass zahlreiche Experten in gewässer-, boden- und naturkundlicher Sicht zu Wort kommen. Denn die Sedimente des Schlickwatts mit Ebbe und Flut im Jadebusen unterscheiden sich erheblich vom Geestrücken in Dangast, bewirtschaftetes Grünland ist ein völlig anderer Lebensraum als die benachbart liegenden Salzwiesen, Wälder auf der Geest haben einen anderen Charakter als Gehölze im Bereich der Straßen und Wurten der Marsch.

Dieses Buch stellt auch die gesamte Bandbreite der mitwirkenden Menschen in einer selten anzutreffenden Gemeinschaft und Aussagekraft dar – es ist informativ, lesenswert und unterhaltsam zugleich.

Nähere Informationen erhalten Sie unter: http://jadebuch.de/

Buchbesprechung_Behrens

Naturschutzgeschichte(n)

Lebensgeschichte zwischen Ostseeküste und Erzgebirge

Hermann Behrens, Jens Hoffmann

Steffen Verlag, Friedland 2013

564 Seiten, 246 tw. farb. Abb. Abbildungen, Festeinband
ISBN 978-3-942477-64-2

29, 95 Euro

31 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die jahrzehntelang beruflich wie ehrenamtlich im Naturschutz zwischen Ostseeküste und Erzgebirge tätig waren, berichten über ihre Lebenswege. Diese spiegeln den Alltag des Naturschutzes wider, den Spagat zwischen Begeisterung für die Natur, Widerstand, Anpassung und Resignation, zwischen Ideologie, Parteiherrschaft und wissenschaftlicher Erkenntnis, zwischen Theorie und Praxis. Ihre Berichte werden durch einen Abriss der Naturschutzgeschichte der DDR ergänzt.

Historische Rückblicke auf die DDR sind nach wie vor durch eine Reihe von geschichtspolitischen und erinnerungskulturellen Defiziten gekennzeichnet. Die öffentliche Dokumentation staatlicher Gewalt gegenüber Andersdenkenden herrscht immer noch vor. Dagegen bleiben die Dialektik von Widerstand und Anpassung und die Interaktion von Herrschaft und Gesellschaft deutlich unterbelichtet. Dadurch werden die Bindungskräfte des Gesellschaftssystems der DDR und vor allem die Bedeutung und der Identifikationswert des Alltags unterschätzt.

Dieses Zeitzeugenbuch ist ein Beitrag zur Aufhellung der Alltagsgeschichte der DDR.

Nähere Informationen erhalten Sie unter: http://www.naturschutzgeschichte-ost.de/index.php?id=45

JADEBUCH_1

Die Jade – Flusslandschaft am Jadebusen

Landes- und naturkundliche Beiträge zu einem Fluss zwischen Moor, Marsch und Meer

Herausgegeben von Oldenburger Landesverein für Geschichte, Natur- und Heimatkunde e.V. (OLV)Biologische Schutzgemeinschaft Hunter Weser-Ems e.V. (BSH) unter Mitarbeit von 71 Autorinnen und Autoren

Isensee Verlag, Oldenburg 2015

472 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-7308-1075-0

26,80 Euro

Wenn von der „Jade“ die Rede ist, wie in vielen interessanten Veröffentlichungen der Fall, steht oftmals der Jadebusen vor den Toren der Stadt Wilhelmshaven im Mittelpunkt. Die Jade ist aber weitaus mehr! Die Jade als kleiner Marschenfluss im Einzugsbereich der südlichen Nordsee, ihre zahlreichen Seitengewässer aus Geest, Moor und Marsch sowie eine Vielzahl von binnenländischen Zuflüssen, die direkt in den Jadebusen oder die Außenjade einmünden, sie alle bilden zusammen mit dem Jadebusen und der Außenjade das Gewässereinzugsgebiet der Jade.

Der Wechsel zwischen Binnenland und Waterkant, Geest, Moor, Marsch und Meer, oft direkt nebeneinander gelegen, wird durch diese Veröffentlichung an vielen Beispielen veranschaulicht. Dieser Umstand brachte es mit sich, dass zahlreiche Experten in gewässer-, boden- und naturkundlicher Sicht zu Wort kommen. Denn die Sedimente des Schlickwatts mit Ebbe und Flut im Jadebusen unterscheiden sich erheblich vom Geestrücken in Dangast, bewirtschaftetes Grünland ist ein völlig anderer Lebensraum als die benachbart liegenden Salzwiesen, Wälder auf der Geest haben einen anderen Charakter als Gehölze im Bereich der Straßen und Wurten der Marsch.

Dieses Buch stellt auch die gesamte Bandbreite der mitwirkenden Menschen in einer selten anzutreffenden Gemeinschaft und Aussagekraft dar – es ist informativ, lesenswert und unterhaltsam zugleich.

Nähere Informationen erhalten Sie unter: http://jadebuch.de/

Buchbesprechung_Behrens

Naturschutzgeschichte(n)

Lebensgeschichte zwischen Ostseeküste und Erzgebirge

Hermann Behrens, Jens Hoffmann

Steffen Verlag, Friedland 2013

564 Seiten, 246 tw. farb. Abb. Abbildungen, Festeinband
ISBN 978-3-942477-64-2

29, 95 Euro

31 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die jahrzehntelang beruflich wie ehrenamtlich im Naturschutz zwischen Ostseeküste und Erzgebirge tätig waren, berichten über ihre Lebenswege. Diese spiegeln den Alltag des Naturschutzes wider, den Spagat zwischen Begeisterung für die Natur, Widerstand, Anpassung und Resignation, zwischen Ideologie, Parteiherrschaft und wissenschaftlicher Erkenntnis, zwischen Theorie und Praxis. Ihre Berichte werden durch einen Abriss der Naturschutzgeschichte der DDR ergänzt.

Historische Rückblicke auf die DDR sind nach wie vor durch eine Reihe von geschichtspolitischen und erinnerungskulturellen Defiziten gekennzeichnet. Die öffentliche Dokumentation staatlicher Gewalt gegenüber Andersdenkenden herrscht immer noch vor. Dagegen bleiben die Dialektik von Widerstand und Anpassung und die Interaktion von Herrschaft und Gesellschaft deutlich unterbelichtet. Dadurch werden die Bindungskräfte des Gesellschaftssystems der DDR und vor allem die Bedeutung und der Identifikationswert des Alltags unterschätzt.

Dieses Zeitzeugenbuch ist ein Beitrag zur Aufhellung der Alltagsgeschichte der DDR.

Nähere Informationen erhalten Sie unter: http://www.naturschutzgeschichte-ost.de/index.php?id=45

bildfluss

Tieflandgräben Norddeutschlands

Institut für Natur und Landschaft 87 – 8 (2012)
W. Kohlhammer, Stuttgart

Wenn es um die Fließgewässer in Norddeutschland geht, so zeigen die hydrologischen Karten, dass die Wasser- und Kulturämter sowie Wasser- und Bodenverbände seit Jahrzehnten bis Jahrhunderten ein nunmehr äußerst feinmaschiges Netz von Gewässern I. bis III. Ordnung, also von (Haupt-) Vorflutergröße bis hin zum schmalen Wiesengraben angelegt haben. Die Entwässerung diente vor allem der Landbewirtschaftung und dem Siedlungsbau. Feuchtgebiete waren trockenzulegen, um standfeste Flächen für Milchvieh zu schaffen oder -noch tiefer gelegt, häufig unterstützt durch Drainagen – geeignete Ackerböden entstehen zu lassen. Diese Fließgewässer sind trotz ihrer Kanalisierung und ihres Trapezprofils weiterhin besiedelt, auch von Pflanzen und Tieren der Roten Listen. Was es damit auf sich hat, weisen Berichte in der Zeitschrift Natur und Landschaft vom August 2012 in einem Schwerpunktheft aus. In Koordination der Hochschul-Biologen Holger Brux, Ellen Kiel und Dietmar Zacharias wird in sieben Beiträgen über Wasserpflanzen in nordwestdeutschen Marschengräben, deren Vielfalt, über die Wirbellosenfauna, Grabenräumung, Artenschutz und Erhaltungsmaßnahmen am Beispiel der Krebsschere berichtet. Heiko Brunken (Präsident von NaFor) stellt gemeinsam mit Matthias Hein und Henrich Klugkist die Auswirkungen ökologischer Grabenräumung auf Fische und die Grüne Mosaikjungfer in Natura-2000-Gebieten dar. Die gut illustrierten und grafisch untermauerten Beiträge geben eine aktuelle Übersicht über einen lange Zeit wenig bearbeiteten oder übersehenen wichtigen Lebensraum wieder. Auch Nicht-Abonnenten sei dieses Schwerpunktheft empfohlen.

Remmer Akkermann

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Wörterbuch Umwelt und Forstwirtschaft

Von “Artenzusammensetzung” über “Mutterboden” bis “Zwischenwirt”
Neues Wörterbuch – Umwelt und Forstwirtschaft – hilft begrifflich ins Englische
1. April 2010

www.verlagkessel.de
ISBN: 978-3-935638-00-5
Preis 35 Euro

Bestellung beim Verlag per E-Mail: inkessel@web.de , bei Amazon oder im Buchhandel

Immer öfter sind Institutionen, Vereine; Studierende und viele andere Bürger gehalten, Schreiben, Vorträge und Hinweise auch im Englischen abzufassen oder vorzutragen. Die Zeiten sind vorbei, in denen wissenschaftliche Texte mehrheitlich in Deutsch zusammengefasst wurden. Das Englische hat auch die Bemühungen um eine Förderung von Esperanto lange abgelöst. Angesichts des EU-weit einheitlichen bachelor- und master-Studiums werden immer mehr Studiengänge in englischer Sprache angeboten (wie immer man dazu steht), wird das Studium (auch) im Ausland auf englischsprachiger Grundlage empfohlen.

Umso größere Bedeutung kommt heute Wörterbüchern in Deutsch | Englisch zu, die praxisorientiert sind und die moderne Fachnomenklatur – auch im Internet-Zeitalter- schnell aufschlagen lassen. War es bisher jenes von Johann Schreiner zu “Umwelt, Naturschutz und Landnutzungen” (556 S., WVG Stuttgart, 2004), so ist nunmehr die 2. Auflage des ebenso wichtigen Wörterbuches “Umwelt und Forstwirtschaft” mit waldkundlich – forstwirtschaftlichem Schwerpunkt im Verlag Kessel (Remagen-Oberwinter) hinzugekommen. Die Wörter sind alphabetisch geordnet und müssen nicht in separaten Fachgebieten gesucht werden.

Geschrieben haben es Prof. Dr. Walter Warkorsch von der forstlichen Arbeitswissenschaft in München-Freising sowie Renate Prüller, Leiterin des Terminologieprojektes SilvaVoc in Wien. Es ist ihnen nach zehnjähriger Vorarbeit gelungen, auf 483 Seiten die einschlägigen Begriffe zusammenzustellen – dreispaltig mit abc-Lesezeichen am Rand, die Begriffe in der Erstsprache fett hervorgehoben (bei 11 pt auch für die nicht mehr so Sehtüchtigen gut lesbar) und in einem für den Leser wohlgefälligen Layout.

Es ist erstaunlich, wie sich in diesem sehr handlichen Buchformat (17×22 cm) 30.000 Stichworte mit der entsprechenden Übersetzung aufführen lassen, teilweise auf bis zu 50 Zeilen und mehr um abgeleitete Wörter ergänzt, ohne dass es gedrängt oder unübersichtlich wirkt.

Dieses Wörterbuch ist für alle, die mit Wald, Forst und Holz, aber auch Biologie, Ökologie, Umwelt und Naturschutz zu tun haben, eine große Hilfe, wenn aktuelle Begriffe in der jeweils anderen Sprache gesucht werden und Übersetzungen notwendig werden. Das Buchangebot im Verlag Kessel (Forstästhetik, Forstgeschichte, Lebensraum Wald / Acker, Die Hölzer Mitteleuropas, Frühgeschichte der Sägemühlen, Wald in der internat. Umweltpolitik u.a.) wird durch diese Neuerscheinung sinnvoll und notwendig ergänzt.

Remmer Akkermann